Vortrag

Am Nationalfeiertag Omans, dem 18. November 2018, hält das Ehrenmitglied der Deutsch-Omanischen Gesellschaft e.V., Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Fred Scholz (Berlin) den Vortrag: „Das Sultanat Oman und sein Weg in die Moderne“

Ort: Internationales Haus, Hans-Sachs-Platz 2, Nürnberg, Raum 306 – Uhrzeit: 19.30 Uhr

Oman zeichnet eine reiche Natur aus: schroffe Steilküsten, unberührte Sandstrände, zerklüftete Gebirge, weite ebene Geröll-, Kies- und bewegte Sandwüsten, wo sich punkthaft verteilt einige Oasen befinden. Auf einer Fläche fast so groß wie Deutschland, lebten 1970 etwa 1,6 Mio. Menschen: Fischer, Oasenbauern, Beduinen und in den wenigen Küstenstädten Händler, die bis Ostafrika, Indien und ehemals sogar bis China agierten. Zu diesem an der Südost-Ecke der Arabischen Halbinsel gelegenen Land und seinen Niederlassungen in Ostafrika (z.B. Sanzibar, Pemba) unterhielten Kaufleute aus Hamburg, Bremen und Danzig schon Ende des 18. Jahrhunderts Kontakte und seit Mitte des 19. Jahrhunderts bestehen sogar enge persönliche Beziehungen aus der Sultansfamilie zu Deutschland.

Majlis al Dawla (Staatsrat)

Als sich Oman 1970 nach einer unblutigen Palastrevolte und dank seiner Erdölvorkommen öffnete, setzte eine moderate Entwicklung ein, die häufig als „Sprung vom Mittelalter in die Moderne“ bezeichnet wurde. Dank einer fast weise zu nennenden und auf der Toleranz des Ibadismus gründenden Politik des Herrschers zeichnet sich das Sultanat heute nicht nur durch einen bedachten, landesweiten, technischen und sozialen Infrastrukturausbau aus. Bemerkenswert ist auch das behutsame und in Ansätzen erfolgreiche Bemühen des Sultans, die traditionellen Stämme in eine demokratisch basierte, friedvolle Gesellschaft zu transformieren. – Ganz nebenbei: Oman ist inzwischen das begehrteste Reiseland in der arabischen Welt.

Der Vortrag führt in diese hier angedeutete Entwicklung und ganz generell in das Land Oman ein.