JEMEN – AUSSTELLUNG

 

Die Ausstellung findet statt in der Norishalle Nürnberg (Marientorgraben 8).

Das Land im Süden der Arabischen Halbinsel ist mit dem seit 2015 andauernden Krieg und “der größten humanitären Katastrophe der Welt” zeitweise wieder in den Schlagzeilen. Bruchstückhaft tauchen dann auch andere Attribute des Landes auf. Die Ausstellung möchte vor allem die faszinierende Natur und Kultur Jemens zeigen, begegnet uns dort doch ein völlig “anderes Arabien”: Die mit dem Weihrauchhandel verbundene Hochkultur der Antike, das Bauernland mit erstaunlichen Leistungen einer nachhaltigen Nutzung, die Besonderheiten des Stammeslebens und die großartigen Bauten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Skizzierung der jüngeren wirtschaftlichen und politischen Entwicklung, die letztlich zur gegenwärtigen Tragödie geführt hat und die weit mehr als nur ein “Stellvertreterkrieg” ist.

WICHTIG !!

Ab 27. Mai ist der Besuch der Ausstellung bis auf Weiteres möglich – mit folgenden Regeln:

–  Zwingend vorgeschrieben ist eine vor­heri­ge Termin­ver­ein­barung telefo­nisch unter 0911 23 17 331 zu den üb­li­chen Öffnungs­zei­ten:

Dienstag: 10-17 Uhr
Mittwoch: 10-17 Uhr
Donnerstag: 10-17 Uhr
Freitag: 10-21 Uhr
Samstag: 13-17 Uhr
Sonntag: 10-17 Uhr
Montag: geschlossen

–  Abstand halten zu an­deren Be­sucher/-innen

–  Mund-Nasen-Schutz: Das Tragen einer FFP2-Maske ist Vorschrift.

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Begleitprogramm

Vorträge (jeweils 19.30 Uhr):

Montag, 5. Juli 2021: Prof. Dr. Horst Kopp: Kaffee – Jemens Geschenk an die Welt 

Die Kaffeepflanze stammt zwar aus Äthiopien, doch erst im Jemen wurde sie seit dem Mittelalter kultiviert. Als die Osmanen im 16. Jahrhundert den Jemen besetzten, breitete sich die Sitte des Kaffeetrinkens zunächst im Osmanischen Reich, bald aber auch in Europa aus. Hauptausfuhrhafen war die Stadt Mocha, und bis ins 18. Jahrhundert besaß der Jemen das Monopol auf den Kaffee-Anbau. Coffea arabica und Mokka weisen noch darauf hin. Der Vortrag geht auch auf den heutigen Kaffee-Anbau im Jemen ein.



Donnerstag, 5. August 2021: Prof. Dr. Horst Kopp: Jemen – der “vergessene” Krieg

Seit 2015 herrscht im Jemen Krieg, der weder ein reiner “Stellvertreterkrieg” ist noch “plötzlich ausbrach”. Er hat vielmehr eine lange Vorgeschichte, deren Entwicklung seit den 1960er Jahren zum Verständnis der heutigen Situation unabdingbar ist. Lokale, regionale und globale Akteure mischten immer mit; sie alle sind für die heute so verfahrene Situation verantwortlich, was Lösungsansätze so unglaublich schwierig gestaltet.

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Workshops (nur falls real möglich; wird hier bekannt gegeben):

Henna-Workshop: Sonntag, 4. Juli 2021; 16 Uhr und 17 Uhr

Fouzia, die Henna-Künstlerin aus Marokko, vermittelt das Wissen über Ursprung, Bedeutung und Herstellung des Henna. Die Teilnehmer*innen lernen, traditionelle arabische Muster, Arabesken und Vornamen auf Arabisch zeichnen; am Ende des Workshops malen sie ihr eigenes Henna-Tattoo. Jeder Kurs dauert eine Stunde und kostet pro Person 10 Euro (inkl. Material). Anmeldung mit gewünschter Kurszeit unter krumpiegl@hotmail.com

Kalligraphie-Workshop: Sonntag, 18. Juli 2021, 16-18 Uhr

Zuheir Elia, gebürtiger Syrer, lebt als Übersetzer, Regisseur und Kalligraph in Erlangen und gibt an der FAU Erlangen-Nürnberg Kurse in arabischer Kalligraphie. Er schreibt Ihren Namen (und was Sie sonst noch wünschen) in wuinderschöner arabischer Kunstschrift.

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Führungen durch die Ausstellung (sofern coronabedingt möglich)

Jeweils am Sonntag um 15 Uhr: 27. Juni + 1. August

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Türen-Memory (erstellt von Dr. Bärbel Reuter, NHG)

Spielen Sie mit: https://learningapps.org/watch?v=pz3kb799a21

Die Türen-Zeichnungen stammen von Traugott Wöhrlin, drei davon finden Sie „lebensgroß“ in der Ausstellung.