TOLERANTES ANDALUSIEN

Am 25. Januar 2019 um 19.30 Uhr (in der Villa Leon, Nürnberg, Philipp-Koerber-Weg 1) bieten wir in Zusammenarbeit mit Conoris – Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Córdoba – Nürnberg e.V. und dem Amt für Internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg ein besonderes kulturelles Highlight

Der vierte Spiegel

Cluse Krings liest aus seinem zweiten und abschließenden Band der viel gelobten historischen Saga um den Emir von Córdoba: Die andalusischen Jahre des Abd al-Rahman I.

Erzählt werden die Anfänge jenes toleranten Landes, in dem Juden, Christen und Muslime nicht nur friedlich miteinander leben konnten, sondern auch zur kulturellen Vormacht Europas wurden: Das mittelalterliche Andalusien.

Mit Der vierte Spiegel legt der Berliner Ethnologe Cluse Krings den zweiten und abschließenden Band  seiner fesselnden Romanbiografie des Emirs von Cordoba vor.

Geschildert werden in der historischen Saga die andalusischen Jahre des Abd al-Rahman al Dakhil, der Mitte des 8. Jahrhunderts aus seiner Heimat Damaskus fliehen musste, weil die Abbassiden seiner umayyadischen Familie die Macht entrissen. Über Jahre verfolgt, durchreiste er auf seiner Flucht den Vorderen Orient und ganz Nordafrika, bis zu seiner Landung in Spanien, wo es ihm gelang, sich als unabhängiger Emir im „Al Andalus“ zu etablieren..

Le Sultan du Maroc
(Aquarell von Eugène Delacroix)

So packend die Romanversion geschrieben ist, so akribisch waren andererseits auch die jahrelangen Recherchen des Autors. Auf den Spuren einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der muslimischen Geschichte Spaniens durchreiste er den ganzen Orient und natürlich Andalusien.  Cluse Krings führt auf der literarischen Reise in eine lang vergangene Welt, in der zwar mit Schwertgewalt ein Reich gefügt wurde, das aber Jahrhunderte später noch als herausragendes Beispiel für Offenheit und Toleranz der Kulturen stehen sollte. Das mittelalterliche Andalusien, in dem lange Zeit Juden, Christen und Moslems nicht nur friedlich miteinander lebten, sondern es auch zu einer kulturellen Vormacht in Europa prägten. Nicht nur die Mezquita in Còrdoba legt davon lebendiges Zeugnis ab.

Kongenial begleitet wird die Lesung musikalisch von
Rodrigo Santa Maria und Luise Bestehorn (Gitarre und Gesang)

Der Chilene Rodrigo Santa Maria ist Komponist und Instrumentalist , dessen Wurzeln sich in der lateinamerikanischen Musik finden. Auf der Gitarre verbindet er folkloristische mit klassischen und modernen Elementen, abgerundet durch eine ordentliche Portion Jazz. Er hat mit der Berlinerin Luise Bestehorn eine ebenso umtriebige Partnerin gefunden. Die vielseitige Sängerin macht stilistisch vor nichts halt. Ihr Spektrum reicht von Klezmer über Bossa Nova bis hin zu Opernarien. Die Wandelbarkeit ihrer Stimme verdankt sie einer klassischen Gesangsausbildung und der frühen Leidenschaft für lateinamerikanische Musik und Jazz.

Gemeinsam widmen sich die beiden Musiker seit neuestem der Sephardischen Musik. Luises stimmliche Beweglichkeit zusammen mit den einfühlsamen und rhythmischen Gitarrenarrangements eignen sich hervorragend zur Interpretation der Romanzen und Balladen des mittelalterlichen Spaniens, die in Ladino vorgetragen werden.