VORTRAG

Demokratie(n) im Nahen Osten: Anspruch, Wirklichkeit und europäische Verblendung

Montag, 25. März 2019, 19.30 Uhr, VHS Erlangen, Friedrichstr. 19, Großer Saal (Eintritt frei)

Prof. Dr. Thomas Demmelhuber ist Inhaber des Lehrstuhls für Politik und Gesellschaft des Nahen Ostens am Institut für Politische Wissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg (FAU).

Bis 2011 wurde die Region des Nahen Ostens aufgrund der Dominanz autoritärer Regime (z.B. das Mubarak-Regime in Ägypten) häufig als “schwarzes Loch der Demokratie” angesehen. Die Proteste 2011 führten dann zu einer demokratischen Revolutionsromantik. Acht Jahre später ist eine Bestandsaufnahme auf den ersten Blick ernüchternd: Nur Tunesien hat einen erfolgreichen Demokratisierungsprozess durchlaufen. In den anderen Ländern der Region haben sich autokratische Eliten durchgesetzt, die auch zunehmend selbstbewusster in der Verteidigung ihrer nicht-demokratischen Ordnung werden. Der Vortrag beleuchtet unterschiedliche Facetten politischer Herrschaft im Nahen Osten mit Schwerpunkt auf die Zeit seit 2011 und hinterfragt kritisch europäische Demokratisierungserwartungen.

JORDANIEN – Vorträge

Anlässlich der Mitgliederversammlung der Deutsch-Jordanischen Gesellschaft e.V. finden am 30. März 2019 ab 16 Uhr folgende Vorträge statt
(Ort: Kulturwerkstatt auf AEG, Fürther Straße 244d, Nürnberg, Raum “AkademieLAB”):

Flucht und Migration – Soziale Arbeit als eine Antwort Jordaniens

Prof. Dr. Vathsala Aithal

Studiengangsleitung „International Social Work with Refugees and Migrants“
Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften, Hochschule für angewandte Wissenschaften
Würzburg-Schweinfurt (FHWS)
und

Dr. Jochen Pleines

Associate Professor,  German Jordanian University, School of Applied Humanities and Languages

Train the Trainer. Eine Initiative zum Kulturerhalt in Nordwest-Jordanien

Dr. Claudia Bührig

Leiterin der Außenstelle Damaskus des Deutschen Archäologischen Instituts

 

Eintritt frei, Spenden erbeten

Arabische Literatur und Menschenrechte

Vortrag von Ahmed Arfaoui
Am Mittwoch, 5. Dezember 2018, 19.30 Uhr in Erlangen, Friedrichstr. 19, Großer Saal
Eintritt frei

An diesem Abend geht es um die Auswirkungen des Arabischen Frühlings auf die arabische Literatur und ihre Rolle bei der Stärkung des arabischen Bewusstseins für die Menschenrechte. Es wird ihr Kampfcharakter beleuchtet und gezeigt, wie intensiv sie Einfluss nimmt. Aber es geht auch um die Alltagsprobleme in der arabischen Gesellschaft, die sie thematisiert und die den Wunsch nach Flucht bzw. illegaler Fahrt auslösen können.

Persönliche Beiträge hierzu aus dem Publikum sind herzlich willkommen.

Ahmed Arfaoui kommt aus Tunesien, lebt seit 2012 in Deutschland und ist Doktorand im Bereich “Arabische Literatur” an der FAU.

Magie im Islam – Vortrag von Frau Dr. Dorothee Lauer

Mittwoch, 14. November 2018, 19.30 Uhr im Katharinensaal, Am Katharinenkloster, 90403 Nürnberg

Eintritt: 5 Euro
Eine Veranstaltung der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg, Sektion Völkerkunde

In der Magie vermischten sich altorientalische, jüdische, christliche und islamische Vorstellungen und Praktiken. Ihre Erscheinungsformen erhielten sich besonders im Volksglauben bis heute. Der Vortrag erläutert die Geschichte und Bewertung der Magie im Islam sowie populäre magische Elemente wie Amulette, Talismane, Zauberbücher und die Vorstellungen von Geistern und Dämonen.

Das im Orient weit verbreitete Nazar-Amulett soll vor dem “bösen Blick” schützen.

“Einführung in die Kunst der arabischen Kalligraphie” Workshops mit Khaled Al-Saai

© Khaled Al-Saai

Das Museum für Islamische Kunst lädt Sie ein:
Artist in Residence: Kalligraf Khaled Al-Saai im Museum für Islamische Kunst

Khaled Al-Saai wird vom 21.09.2018 bis voraussichtlich 11.10.2018 im Mschattasaal des Museums für Islamische Kunst an einem Auftragswerk für eine kommende Sonderausstellung arbeiten.
Khaled Al-Saai nutzt die arabische Kalligraphie um Gefühle, Gedanken und Empfindungen auszudrücken, ohne sich an die Sprache zu binden. Er arbeitet in einer erstaunlichen Bandbreite von Stilen, von dezenten klassischen Formen, die er oft für Zitate aus der Dichtung verwendet, bis hin zu radikal erfinderischen Kompositionen, in denen Schriftzüge in phantastische, fast bildhafte Kompositionen fragmentiert werden. Auf seinen zahlreichen Reisen wurde er von Städten, Landschaften und Architektur, von der Hektik der Menschen auf der Straße und vom Wechsel der Jahreszeiten inspiriert. Buchstaben und Wörter seiner Werke sind nicht auf einer geraden Linie angeordnet, sondern fließen dicht oder losgelöst ineinander im imaginären Raum der Leinwand. Die so verwobenen Buchstaben folgen ihrem eigenen Rhythmus und verbinden sich mit atemberaubender Schönheit.
Khaled Al-Saai, 1970 in Syrien geboren, wuchs mit Malerei, Musik und Kalligraphie auf. Mit achtzehn Jahren hatte er sich bereits einen Namen als Kalligraphen gemacht. Nach seinem Kunstabschluss an der Universität von Damaskus wurde er ein international anerkannter Meister der arabischen Kalligraphie. Khaled Al-Saai nahm an vielen internationalen Kunstwettbewerben teil und hatte zahlreiche Einzelausstellungen in Europa und Ländern des Nahen Ostens.

“Einführung in die Kunst der arabischen Kalligraphie” | Workshops mit Khaled Al-Saai
Im Rahmen seines Aufenthaltes bietet Khaled Al-Saai zwei kostenfreie Workshops an. Er wird die grundlegenden arabischen Kalligrafiestile einschließlich ihrer Funktion, Qualität und Verwendung vorstellen. Er wird auf die traditionellen Kalligrafie-Werkzeuge eingehen und zeigen, wie man einen Kalligrafiestift von Hand herstellt. Anschließend erstellen die Teilnehmenden ihre eigene Kalligrafie unter Anleitung von Khaled Al-Saai.
Die Workshops finden in englischer Sprache statt.
Für Jugendliche von 12 – 18 Jahren:
am Samstag, 29. September 2018 | 14 bis 16 Uhr
Für Erwachsene:
am Donnerstag, 4. Oktober 2018 | 17 bis 19 Uhr
Teilnehmerzahl: jeweils max. 15 Personen
Künstlerische Leitung: Khaled Al Saai
Eine Anmeldung ist erforderlich unter isl@smb.museum
Es folgt eine Bestätigung per E-Mail, die am Museumseingang als Einlasskarte dient. Zehn Minuten vor Beginn der Veranstaltung verfällt die Zugangsberechtigung. Wir bitten daher um pünktliches Erscheinen.
Ort: Museum für Islamische Kunst, Mschattasaal, Pergamonmuseum
Bodestraße, 10178 Berlin
Besuchereingang über den Kolonnadenhof
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.