Unsere nächste Ausstellung

In Zusammenarbeit mit der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg e.V., der Deutsch-Omanischen Gesellschaft e.V. und CEOS (Centre for Euro-Oriental Studies der Universität Erlangen-Nürnberg) findet diese Ausstellung vom 13.11.2018 bis 28.4.2019 im Foyer der Norishalle (Marientorgraben 8, 90402 Nürnberg) statt. Hauptsponsor ist das Ministerium für religiöse Stiftungen und religiöse Angelegenheiten des Sultanats Oman.

Read more

Kunst kennt keine Grenzen

Unter dem Motto “Art is unlimited” haben Marwan Asaad und Esther Grasser im Juli 2018 über 40 Künstler aus den arabischen Ländern nach Nürnberg zu einem Workshop eingeladen. Die Bilder entstanden im harmonischen Beisammensein, und die anschließende Vernissage wurde sehr gut besucht. – Ein Teil dieser großartigen Gemälde wird vom 13. April bis 24. Mai 2019 in der Kulturwerkstatt auf AEG zu sehen sein: Orientalische Kunst, die Gefühle zulässt, die Freiheit, Mut, Liebe, Respekt und Frieden zeigt. Sie darf neugierig machen, provokant sein oder zum Nachdenken anregen. Ziel ist, eine Brücke zwischen den arabischen, europäischen und internationalen Kulturen zu bauen, denn Kunst kennt keine Grenzen.

Eine Ausstellung von Artists Infinity Company in Kooperation mit Arabisches Haus Nürnberg e.V. und Kulturwerkstatt Auf AEG – Kulturbüro Muggenhof

Mit Augenmaß. Meisterwerke der Architektur in Jemen

Eine Ausstellung im Pergamonmuseum Berlin, Bodestraße vom 13. Juli 2018 bis 14. Oktober 2018

Öffnungszeiten: täglich 10-18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr

Architektur gehört zu den spektakulärsten kulturellen Errungenschaften des Jemen. Lange vor dem sagenhaften Reich der Königin von Saba entwickelte sich im Einklang mit den landschaftlichen Gegebenheiten und klimatischen Herausforderungen eine atemberaubende Vielfalt traditioneller Baustile. Ihre Markenzeichen sind mächtige Festungen, Turmhäuser und auf Bergspitzen gelegene Dörfer, verbunden durch schwindelerregende Pfade. Ausgeklügelte Kanalsysteme versorgen die steilen Terrassenfelder an den Gebirgshängen mit Wasser. Generationen von hochspezialisierten Maurern, Tischlern und anderen Handwerkern errichten mit ausgeklügelten Techniken und lokal verfügbaren Materialien einzigartige Bauensembles. Allein „mit Augenmaß“ gebaut rufen ihre Dimensionen und perfekten Proportionen bis heute Staunen und Bewunderung hervor. Für den Baumeister sind es „buildings that fill my eye“.

Die Ausstellung zeigt Beispiele dieses beeindruckenden Kulturerbes. Zugleich weist sie auf die Bedrohung durch den seit 2015 im Land anhaltenden Bürgerkrieg hin. Neben der menschlichen Tragödie sind herausragende archäologische Fundstätten, Museen und historische Monumente betroffen. Die drei UNESCO Weltkulturerbestätten des Jemen, die Altstädte von Shibam, Sana’a und Zabid, sind heute als bedroht eingestuft, zahlreiche andere Orte sind schwer beschädigt. Jenseits der öffentlichen Wahrnehmung und ohne den Schutz der internationalen Gemeinschaft geht dieses Kulturerbe unwiederbringlich verloren.

Trevor Marchand, Architekt und Anthropologe, hat diese Bauwerke während seiner 13-monatigen Lehrzeit bei jemenitischen Minarett-Baumeistern zwischen 1990 und 1998 fotografiert. Die Aufnahmen zeigen die Architektur im Dialog mit der Landschaft, vom Roten Meer über das Hochland und die Wüste bis zum Indischen Ozean und Wadi Hadramaut. Sie werden ergänzt durch historische Aufnahmen aus der Zeit um 1900, aufgenommen unter anderem von Hermann Burchardt (Leihgaben des Ethnologischen Museums und von Dr. W.-D. Lemke).

Ein Begleitband zu der Ausstellung vermittelt in 21 Beiträgen verschiedener Wissenschaftler Einblicke in verschiedene Aspekte dieses Kulturerbes. Ein Teil des Erlöses geht an UNHCR Yemen.