Internationales Dokumentarfilmfestival München

Bis 23. Mai läuft das internationale Dokumentarfilmfestival München, genannt DOK.fest, das größte Dokumentarfilmfestival in Deutschland – natürlich aktuell nur auf der virtuellen Leinwand. Dabei werden auch einige Filme mit Bezug zur Arabischen Welt gezeigt:

SHADOW GAME

Regie: Eefje Blankevoort, Els van Driel, Niederlande 2021, 89 min., Originalfassung: Englisch, Arabisch – Untertitel: Englisch


„Dieses Game ist natürlich gefährlich. Du kannst sterben und das Game verlieren. Aber wenn du es über die Grenze schaffst, hast du gewonnen. Deshalb nennen sie es ‚das Game‘.“ Nie im Leben hätten sich die Jugendlichen vorstellen können, dass sie einmal in dieser Situation sein würden, erzählen sie. Sie durchqueren heimlich schneebedeckte Wälder, Flüsse, müssen mit brutalen Grenzkontrollen rechnen, mit wilden Tieren und Minenfeldern. Über drei Jahre begleiten die beiden Regisseurinnen Minderjährige auf den Stationen ihrer Flucht quer durch Europa, die sie auch selbst mit ihren Handys dokumentieren. Ein unglaublich spannendes, dazu ästhetisch herausragendes Filmkunstwerk, das den Jugendlichen auf Augenhöhe begegnet. Und ein aufrüttelndes Zeitdokument. Ysabel Fantou

Wir präsentieren die Deutschlandpremiere des Films

Für Social Media: Logline (74 Zeichen):
Unbegleitete Jugendliche auf ihrer Flucht über die gefährliche Balkanroute #dokfest2021 (Facebook / Instagram / Twitter / Newsletter)

Für Social Media: Teaser (263 Zeichen):
Jugendliche Flüchtlinge versuchen, den Balkan zu durchqueren, doch Europa hat seine Grenzen aufgerüstet und so ist die Route riskanter denn je. Ein spannendes, kunstvoll verwobenes Filmmosaik und ein erschütterndes Zeugnis unmenschlicher europäischer Asylpolitik.
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SKIES ABOVE HEBRON

Regie: Esther Hertog, Paul King, Niederlande 2020, 62 Min., Originalfassung: Arabisch, Hebräisch – Untertitel: Englisch

Die Brüder Amer und Anas lieben es, auf dem Dach ihres Hauses über der Altstadt Hebrons Tauben zu fangen. Immer wieder geraten sie dabei aber in Streit mit den israelischen Nachbarn und Soldaten. Der junge Marwaan lebt im Haus gegenüber und beobachtet mit seinem Camcorder die Konflikte, die sich täglich auf den Straßen der Stadt abspielen. Das Filmemacher-Duo Esther Hertog und Paul King dokumentierte im gemeinsamen Film SOLDIER ON THE ROOF das Leben israelischer Siedler und Soldaten in Hebron. In SKIES ABOVE HEBRON zeigen beide nun die palästinensische Seite der Stadt. Über einen Zeitraum von fünf Jahren begleitet der Film die heranwachsenden Kinder und zeigt ihre Perspektive auf eine Erwachsenenwelt unter Hochspannung, in der Gewalt und Misstrauen zum Alltag gehören. Pablo Bücheler

Für Social-Media: Logline (103 Zeichen):
Drei Kinder in der Stadt Hebron – drei Perspektiven auf eine Welt der täglich eskalierenden Konflikte. #dokfest2021 (Facebook / Instagram / Twitter / Newsletter 

Für Social-Media: Teaser (267 Zeichen):
Zwei palästinensische Brüder werden auf einem Hausdach über der Altstadt Hebrons von israelischen Soldaten verfolgt. Ein Junge beobachtet mit seiner Kamera die Gewalt auf den Straßen. Drei Kinder, drei Perspektiven auf eine Welt der täglich eskalierenden Konflikte. #dokfest2021  (Facebook / Instagram / Twitter / Newsletter)  

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THIS RAIN WILL NEVER STOP

Regie: Alina Gorlova, Ukraine / Deutschland / Lettland 2020, 102 Min., Originalfassung: Kurdisch/Ukrainisch – Untertitel: Englisch

Andriy Suleiman floh mit seiner Familie aus seiner Heimat in Syrien in die Ukraine, von einer Kriegsregion in die nächste. Der eine Onkel schafft es nach Deutschland, ein anderer bleibt im Irak, ein dritter in Syrien. Der Film entspinnt sich aus dem ewigen Wechsel von Krieg und Frieden, zeichnet Konturen nach und lässt sie wieder verschwimmen. Wir folgen Andriy bei seiner ehrenamtlichen Arbeit beim Roten Kreuz, sehen seine Familie hadern, hoffen, zweifeln. Als sein Vater plötzlich stirbt, will Andriy seinen Leichnam in die alte Heimat begleiten. In monochromen Bildern lässt die Filmemacherin an den Katastrophen des Kriegs teilhaben, lässt Schmerz und Unsicherheit spüren und zeigt einen jungen Mann, der es schafft immer aufs Neue über sich herauszuwachsen. Helga-Mari Steininger

Für Social Media: Logline (145 Zeichen):
Die Reise eines kurdischen Rotkreuz-Mitarbeiters durch die Kriegsgebiete unserer Zeit. #dokfest2021 (Facebook / Instagram / Twitter / Newsletter)
Für Social Media: Teaser (331 Zeichen):
Wo der Krieg endlos wird, Grenzen und Schicksale überwindet, um sich im Wechsel aus Hoffen und Bangen zu einer Melange aus Unsicherheiten zu vermengen: In der Ostukraine begegnen wir dem 20-jährigen Ehrenamtlichen Andriy, der vor den Bomben in Syrien dorthin geflohen ist. #dokfest2021 (Facebook / Instagram / Twitter / Newsletter)

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82 NAMEN – SYRIEN, BITTE VERGISS UNS NICHT

Regie: Maziar Bahari, USA 2018, 48 Min., Originalfassung: Arabisch, Deutsch, Englisch – Untertitel: Deutsch

Mansour Omari hat in Syrien Folter und Haft überlebt. Als er aus dem Gefängnis entlassen wird, kann er Stofffetzen in die Freiheit schmuggeln, die er in sein Hemd eingenäht hatte. Darauf stehen in Rost und Blut die Namen seiner Zellengenossen geschrieben. Der Film begleitet Omari dabei, wie er versucht, sein Leben im Exil neu aufzubauen. Während sich das United States Holocaust Memorial Museum in Washington darauf vorbereitet, die Kassiber auszustellen, besucht Omari in Deutschland Gedenkstätten für die Opfer des Holocausts. Er möchte die Aufmerksamkeit auf das brutale Regime lenken, dem er entkommen ist – und in Zukunft extremistischer Ideologie entgegentreten. Ein erschütternder Film, der den nach 10 Jahren immer noch andauernden Syrienkrieg neu ins Gedächtnis rufen will.

Für Social-Media: Logline (73 Zeichen):
10 Jahre und kein Ende: ein Film, der den Syrienkrieg neu ins Gedächtnis ruft. #dokfest2021 (Facebook / Instagram / Twitter / Newsletter)

Für Social-Media: Teaser (257 Zeichen):
Wie lässt sich der Teufelskreis des Krieges durchbrechen? Nachdem Mansour Omari in syrischer Haft Folter erlebt hat, verschreibt er sich im Exil dem Kampf um Gerechtigkeit. Erschütternder Film über die menschlichen Verwüstungen nicht enden wollender Gewalt. #dokfest2021 (Facebook / Instagram / Twitter / Newsletter)

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Ein interessantes neues Zentrum

An der Universität Erlangen-Nürnberg ist ein neues Forschungszentrum gegründet worden. Hier ein Interview mit dem Gründer, unserem Beirat Prof. Dr. Georges Tamer:

https://de.qantara.de/inhalt/interreligioeser-dialog-von-der-toleranz-zur-akzeptanz